Hamburg ist eine Stadt voller wunderbarer Aussichtspunkte, die sich hervorragend für Familienausflüge eignen. Kinder lieben es zwar, die Stadt von oben zu betrachten, aber ein bisschen Extra-Spaß ist dennoch sehr willkommen. Wir haben für Euch die schönsten Aussichtspunkte in Hamburg gesammelt, die sowohl für Groß als auch Klein ein unterhaltsames Erlebnis versprechen. Viel Spaß beim Entdecken!

Highlight für Kinder: Die St. Michaeliskirche und das Treppendiplom
Die „Michel“, wie unsere St. Michaeliskirche auch liebevoll genannt wird, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Hamburgs. Der Aufstieg auf den Kirchturm bietet nicht nur eine atemberaubende Aussicht über die Stadt, sondern auch eine besondere Herausforderung für Kinder ab 6 Jahren: Das Treppendiplom.
Für das Treppendiplom müsst Ihr die Stufen zur Aussichtsplattform zu Fuß erklimmen und dabei fleißig die Treppenstufen zählen. Der Weg führt Euch durch das spannende Innenleben des Michel-Turms und vielleicht trefft Ihr oben angekommen auch den Michel-Bläser mit seiner Trompete. Nach bestandener sportlicher Herausforderung könnt Ihr Euch im Besucherzentrum oder in der Krypta (oftmals weniger Andrang) das Treppendiplom abholen.
Was man von hier aus sehen kann: Alster, Hafen, Elbphilharmonie, Tanzende Türme, Rathaus, Speicherstadt, Landungsbrücken, Alter Elbtunnel, Fernsehturm, Millerntorstadion, Grüner Bunker St. Pauli und vieles mehr – ein toller Rundumblick auf Hamburg eben.
Alle Infos für Deinen Michel-Besuch und die Kosten für die Turmbesteigung findest Du hier.
Rund um den Michel gibt es noch weitere spannende Sehenswürdigkeiten. Welche, verraten wir Dir in unserem Artikel. (Psst, dort findet Ihr auch die Anzahl der Stufen, um den Kids etwas helfen zu können.)

Hamburgs neuester Aussichtspunkt: Der Grüne Bunker St. Pauli
Der Grüne Bunker in St. Pauli ist ein faszinierendes Stück Geschichte und Hamburgs neuestes Wahrzeichen. Der obere Teil des Bunkers wurde nachträglich aufgesetzt und mit Pflanzen und Bäumen begrünt. Familien können hier nicht nur die tolle Panoramaaussicht in 58 Metern Höhe Aussicht genießen, sondern auch mehr über die Geschichte des Bunkers erfahren und die Gastronomie in den ehemaligen Flaktürmen besuchen.
Für Kinder ist der Weg auf den schönen Dachgarten spannend. Es geht auf dem sogenannten „Bergpfad“ außen an der Fassade des Bunkers entlang in die Höhe. Unterwegs gibt es neben dem Ausblick Sitzgelegenheiten, Hochbeete und viele Pflanzen zu sehen.
Der Eintritt zu Bergpfad und Dachgarten ist kostenlos. In den Sommermonaten soll der Zugang zum Bergpfad von 9 bis 21Uhr möglich sein. Wie die Öffnung in den Wintermonaten aussieht, steht noch nicht fest.
Was man von hier aus sehen kann: Das Heiligengeistfeld und das Millerntorstadion aus nächster Nähe. Den Michel, die Tanzenden Türme, den Fernsehturm
Mehr Infos zum Grünen Bunker findest Du hier.

Aufstieg in der St. Petri Kirche
Ein besonderer Ausblick auf die Stadt, gemütliche Beleuchtung und Sitzplätze machen diesen Aussichtspunkt auch an einem Regentag ansprechend.
Die St. Petri Kirche ist die älteste Kirche Hamburgs. Ihr Turm bietet einen beeindruckenden Blick über die Innenstadt. 333 Stufen sind es bis zur Spitze des Turms auf einer Höhe von 123 Metern. Zum Vergleich: Die Aussichtsplattform des Michels liegt auf 82 Metern. Das macht den Turm der St. Petrikirche zum höchsten Aussichtspunkt in Hamburg.
Der Aufstieg ist ein kleines Abenteuer, der über verschiedene Treppen vorbei an Glocken und sogar einem Feuerwehrauto führt. Dafür ist er eine echte sportliche Herausforderung, für die die Kids schon Ausdauer haben sollten.
Was man von hier aus sehen kann: Die Innenstadt mit Rathaus und Alster ganz nah. Die Elbphilharmonie, den Michel, den Hafen, Grünen Bunker St. Pauli, den Fernsehturm und vieles mehr.
Mehr über den abenteuerlichen Aufstieg in der St. Petri-Kirche findet Ihr in unserem Artikel.

Der kleinste Leuchtturm von Hamburg: Liebling bei den Kindern
Im Stadtteil Wilhelmsburg, dort, wo sich die Elbe in Norderelbe und Süderelbe aufteilt, steht ein kleiner Leuchtturm, der kleinste von Hamburg.
Gebaut wurde er 1913, 1914 leuchtete sein Licht das erste Mal. Seine Aufgabe war es, den Schiffen zu zeigen, dass sich hier, bei Elbkilometer 609, das Fahrwasser teilt. Dies tat er auch gewissenhaft für 63 Jahre – bis 1977. Dann übernahm ein anderes Leuchtfeuer seine Aufgabe. Heute steht er unter Denkmalschutz und ist ein besonderes Ausflugsziel.
Zu erreichen ist das Leuchtfeuer über den Bunthäuser Wanderweg. Dieser beginnt am Parkplatz „Moorwerder Hauptdeich“ und führt über eine wunderschöne Baum-Allee direkt zur Bunthäuser Spitze.
Knapp 7 Meter hoch ist der kleine Leuchtturm. Gerade einmal neunzehn Sprossen sind auf der Außentreppe zu erklimmen, bevor man auf der kleinen Aussichtsplattform angekommen ist. Grob geschätzt haben hier gerade einmal vier Erwachsene und drei Kinder bequem Platz.
Was man von hier aus sehen kann: Den Zusammenfluss von Norder- und Süderelbe.
Über den kleinen Leuchtturm an der Bunthäuser Spitze gibt es übrigens auch eine entzückende Geschichte in dem Buch „Volle Fahrt voraus!: Das große Vorlesebuch der Elbautoren“. In diesem Buch findet Ihr tolle (Vorlese-)Geschichten rund um Hamburg von verschiedenen Autor*Innen und Illustratoren*Innen.







Aussichtspunkt Steinwerder
Der Aussichtspunkt Steinwerder ist ein Klassiker unter den Hamburger Aussichtspunkten. Er bietet einen fotogenen Blick auf die Landungsbrücken, die Speicherstadt und die Elbphilharmonie. Ihr könnt ein- und auslaufende Schiffe beobachten und die beeindruckende Skyline von Hamburg genießen.
Für Kinder ist dieser Aussichtspunkt per se nur kurz spannend. Außer, der Foodtruck der Brücke 10 ist geöffnet und verkauft leckere Fischbrötchen. Nein, für die Kids ist der Weg hierher das Ziel. Und dieser Weg führt unter der Elbe entlang durch den Alten Elbtunnel.
Der Alte Elbtunnel begeistert mit den alten Fahrkörben und den schmalen Röhren, in denen man toll Fahrrad, Laufrad und Roller fahren kann.
Was man von hier aus sehen kann: Den Hamburger Hafen in all seiner Pracht, inkl. Elphie, Michel und Landungsbrücken.
Alles über den Besuch des Alten Elbtunnels mit Kindern findest Du in unserem Artikel.

Aussichtsterrassen am Hamburger Flughafen
Hier gibt es keinen Michel in Sichtweite, keine Elphie, keinen Hafen. Es gibt Flugzeuge. Beim Starten, Landen und dazwischen. Und davon eine ganze Menge. Der Flughafen Hamburg hat in jedem Terminal eine Aussichtsterrasse, jeweils auf Ebene 3 hinter der Gastronomie. Von hier aus könnt Ihr auch ohne Flugticket das Treiben auf dem Vorfeld beobachten. Nicht nur Kinder sind von der Geräuschkulisse und den fliegenden Riesen begeistert.
Alternative Orte in der Nähe zum Flugzeug gucken mit Kindern sind das „Coffee to Fly“ und die Aussichtsplattform, die beide in der Holtkoppel liegen. Dort gibt es aber nur wenige Parkplätze – eine Anreise zu Fuß oder per Rad ist empfehlenswert, da es hier gerne mal voll ist. Außerdem der Beobachtungszaun im Engernweg.
Was man von hier aus sehen kann: Flugzeuge, jede Menge Flugzeuge.
Infos und Öffnungszeiten zu den Aussichtsterrassen am Hamburger Flughafen findet Ihr hier.

Eine ganz besondere Schaukel in Blankenese
Oben auf dem Waseberg, in der Nähe der Aussichtsplattform „Bismarckstein“, steht ein Schaukelgerüst mit Aussicht. Während die Kids hier glücklich hin- und herschwingen, genießt Ihr den weiten Blick auf die Elbe.
Was man von hier aus sehen kann: Die Elbe mit ihrem Schiffsverkehr.
Warum Blankenese definitiv einen Ausflug wert ist, verraten wir Dir in unserem Artikel.

Das ist der Gipfel: Der höchste „Berg“ von Hamburg
Bezwingt zusammen mit den Kindern den höchsten Berg von Hamburg – den Hasselbrack. Na ja, offiziell wird der Hasselbrack als „höchste natürliche Erhebung“ in Hamburg geführt. Bei 116,2m über Normalnull kann man auch nicht wirklich von einem Berg sprechen. Für die Kinder ist es aber trotzdem ein waschechtes Abenteuer, auf das sie lange stolz sein werden.
Als Startplatz bietet sich der kostenlose Wanderparkplatz „Am Rosengarten“ an. Von hier aus sind es laut Google Maps etwas über 2km bis zum Hasselbrack. Ihr solltet unbedingt eine Navigations-App nutzen, da der Weg zum Hasselbrack nicht ausgeschildert ist. Dies ist kein Versehen oder Versäumnis. Der Hasselbrack befindet sich mitten in einem Naturschutzgebiet, in dem wohl eine seltene Eulen-Art zu Hause ist. Um diese durch übermäßige Besucherscharen nicht allzu sehr zu stören, wurde auf eine Ausschilderung verzichtet. Bitte bleibt daher bei Eurem Ausflug auch auf den Wegen.
Bis zum Hasselbrack ist der Weg das Ziel. Waldbaden. Gerüche wahrnehmen. Pilze entdecken. Der sich ständig verändernde Untergrund sorgt dafür, dass die Kinder den Spaß nicht verlieren. Mal geht es etwas steiler abwärts, mal müssen sie über Steine „klettern“, mal Sandflächen überqueren. Quasi eine Expedition. Für Kinderwagen ist dies allerdings eine echte Herausforderung.
Sicherheitshinweis: Auf dem Weg werden mehrere Mountainbike-Strecken gekreuzt. Gerade an Gut-Wetter-Wochenenden kann hier einiges los sein.
Steht Ihr vor einem großen Stein mit der Inschrift „Hasselbrack, 116 m – Höchster Punkt Hamburgs“? Glückwunsch! Ihr habt es geschafft!
Wer hat die Box neben dem „Gipfel-Stein“ entdeckt? Das Öffnen dieser Box gehört zu einem Besuch am Hasselbrack unbedingt dazu. In dieser befindet sich nämlich das Gipfelbuch, in welchem Ihr Euch als Gipfelbezwinger natürlich auch eintragen dürft (eigenen Stift mitnehmen!). Und vergesst nicht, ein Gipfel-Foto am Stein zu machen, ehe Ihr den Rückweg antretet.
Was man von hier aus sehen kann: Ein Blick in den Wald der Harburger Berge.







Panoramablick vom Planetarium Hamburg
Wie wäre es mit einem Rundumblick auf Hamburg vom Stadtpark aus? Im achten Stockwerk des Planetariums erwartet Euch eine interessante Aussichtsplattform rund um die Kuppel herum.
Was man von hier aus sehen kann: Bis zur Elbphilharmonie, dem Fernsehturm, dem Flughafen Hamburg und den Mundsburg-Türmen. Und natürlich den Stadtpark mit der Jahnkampfbahn und dem Stadtparksee.
Der Zugang zur Aussichtsplattform ist für Ticketinhaber*Innen kostenlos. Ohne Veranstaltungsbesuch ist der Zugang für kleines Geld möglich.
Mehr Informationen zur Aussichtsplattform findet Ihr hier. Und mehr Wissenswertes zum Planetarium in unserem Artikel „Sternentheater mit Kindern: Das Planetarium Hamburg“.